Zurück zu Ressourcen
Blog 2017-11-09 3 min Lesezeit Kim Lust

Data Governance – Ihre Basis für erfolgreiche Entscheidungen

Warum Stammdatenmanagement, Datenqualität, Lebenszyklus und Datenschutz die Basis einer wirksamen Data Governance bilden.

Daten und die daraus gewonnenen Informationen sind zentrale Rohstoffe des digitalen Zeitalters. Ihr Wert entsteht jedoch nicht allein durch ihre Menge. Entscheidend sind Qualität, Verlässlichkeit und ein kontrollierter Umgang über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Data Governance schafft dafür Regeln, Verantwortlichkeiten und geeignete Werkzeuge.

Der Philosoph Francis Bacon prägte den Satz „Wissen ist Macht“. Im digitalen Zeitalter wird besonders deutlich, dass Wissen auf belastbaren Daten beruht. Daten sind allerdings nur dann nützlich, wenn sie bestimmte Eigenschaften erfüllen: Sie müssen korrekt erhoben, gepflegt und am Ende ihres Nutzens archiviert oder gelöscht werden.

Mit der Zahl der im Unternehmen verwendeten Daten steigt deshalb auch die Bedeutung einer wirksamen Data-Governance-Strategie.

1. Stammdatenmanagement

Stammdaten beschreiben zentrale Objekte der realen Welt, beispielsweise Personen, Unternehmen oder Produkte. Ein Personenobjekt kann Name, Straße, Ort, Postleitzahl, E-Mail-Adresse und weitere Merkmale enthalten. Je vollständiger und zielgerichteter das Objekt beschrieben ist, desto mehr Handlungsmöglichkeiten entstehen.

Ein Vertriebsteam kann eine Person nur über diejenigen Kanäle erreichen, zu denen verlässliche Angaben vorliegen. Werden Objekte bereits im Stammdatenmodell unzureichend definiert, erfüllt der Datensatz seinen Zweck nur eingeschränkt oder wird im schlimmsten Fall unbrauchbar.

2. Datenqualität

Eine gute Definition allein reicht nicht. Die geforderten Attribute müssen auch tatsächlich vollständig und korrekt befüllt sein. Besondere Bedeutung hat der Zeitpunkt der Erhebung, der „Point of Entry“. Wirksame Richtlinien und Prüfmechanismen sorgen dafür, dass Daten bereits dort in der erforderlichen Qualität erfasst werden.

Vollständige und korrekte Datensätze sparen Zeit und vermeiden Fehler. Eine lückenhafte Preisliste zwingt Vertriebsmitarbeitende zu zusätzlicher Recherche. Falsch hinterlegte Preise können zu unangenehmen Kundengesprächen oder unmittelbaren finanziellen Verlusten führen.

3. Datenpflege und Lebenszyklus

Daten haben eine begrenzte Lebensdauer. Wie lange sie nützlich bleiben und welchen Wert das Unternehmen aus ihnen gewinnt, hängt von ihrer Pflege ab. Korrektheit muss über den ursprünglichen Erfassungszeitpunkt hinaus erhalten bleiben.

Ebenso wichtig sind Archivierung und Löschung. Ist das Ende des Lebenszyklus erreicht, sollten unbrauchbare Datensätze nicht als „Karteileichen“ im System verbleiben. Die konsequente Beseitigung von Datenmüll unterstützt langfristig performante Datenbanken und reduziert Wartungs- und Betriebskosten.

4. Datenschutz

Data Governance betrifft nicht nur die Qualität, sondern auch den Schutz von Daten. Unzureichende Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen können Strafzahlungen, Reputationsschäden und einen nachhaltigen Vertrauensverlust bei Kunden und Geschäftspartnern verursachen.

Klare Zuständigkeiten, geregelte Zugriffe und nachvollziehbare Prozesse schützen Daten vor unbefugter Verwendung. Damit unterstützt Data Governance sowohl den Unternehmenswert der Daten als auch das Vertrauen der Menschen, auf die sie sich beziehen.

Fazit

Langfristig benötigt jedes Unternehmen ein Konzept für die Verwaltung seiner Daten. Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Hochwertige Daten ermöglichen eine effiziente und flexible Nutzung und sparen Arbeitszeit.
  • Belastbare Daten sind unverzichtbar für schnelle, zielgerichtete Entscheidungen.
  • Ein starker Datenschutz bewahrt Unternehmen vor Schäden und schafft Vertrauen.

Je früher eine wirksame Datenverwaltungsstrategie etabliert wird, desto geringer sind späterer Korrekturaufwand und Folgekosten. Der im ursprünglichen Beitrag angebotene 26-seitige Whitepaper-Download ist auf seinem historischen Zielweg derzeit nicht verfügbar.

Bereit für den nächsten Schritt?

Erzählen Sie uns von Ihrer aktuellen Landschaft und Ihren Zielen. Wir geben Ihnen eine ehrliche Einschätzung zum nächsten praktischen Schritt.

Konkrete Umsetzung

Aus der Ressource einen umsetzbaren nächsten Schritt machen

Besprechen Sie Ihre konkrete Ausgangslage mit heureka. Gemeinsam ordnen wir Prioritäten, Verantwortlichkeiten und den sinnvollsten Startpunkt.