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Blog 2018-08-14 3 min Lesezeit Dirk Wöhr

Inxmail: Nutzen durch Integrationen optimieren

Integrationsmuster für CRM, Empfängerlisten, Double-Opt-in, Reporting und automatisierte Mailings mit Inxmail.

Inxmail bietet verschiedene Schnittstellen, darunter SOAP-, REST-, Java- und .NET-APIs. Über diese Schnittstellen lässt sich das E-Mail-Marketing-System mit CRM-Lösungen, Data Warehouses und externen Automatisierungen verbinden. Der Nutzen entsteht vor allem dann, wenn vorab klar ist, welches System welche Daten verantwortet.

CRM-Integration

CRM- und E-Mail-System können auf zwei grundlegende Arten verbunden werden.

Datenübertragung in Echtzeit

Bei einer Echtzeitintegration werden Anmeldungen, Abmeldungen und Änderungen unmittelbar zwischen den Systemen übertragen. Nutzer sehen aktuelle Informationen, und automatisierte Prozesse können ohne Verzögerung reagieren.

Die Implementierung ist allerdings anspruchsvoll. Rechtliche Anforderungen müssen abgebildet, konkurrierende Änderungen aufgelöst und Fehler vollständig protokolliert werden. Die beteiligten Systeme sind zudem stärker voneinander abhängig.

Asynchrone Datenhaltung

Bei einer asynchronen Integration bleibt das CRM das führende System. Relevante Empfängerdaten werden in regelmäßigen Abständen mit Inxmail abgeglichen. Dieses Verfahren ist technisch einfacher und entkoppelt die Systeme stärker.

Vor jedem Versand muss jedoch sichergestellt sein, dass Abmeldungen bereits synchronisiert wurden. Auch Trigger-Mailings sollten aus dem führenden System heraus angestoßen werden, damit der fachliche Zustand eindeutig bleibt.

Empfänger auswählen

Für die Auswahl der Empfänger gibt es ebenfalls unterschiedliche Ansätze.

Direkte Empfängerlisten

Das führende System stellt für jede Kampagne eine fertige Empfängerliste zusammen und überträgt sie vor dem Versand nach Inxmail. Das eignet sich für Ad-hoc-Kampagnen und reduziert die Menge dauerhaft gespeicherter Selektionsdaten. Die Liste muss jedoch für jede Kampagne neu erstellt und gepflegt werden.

Dynamische Listen und Zielgruppen in Inxmail

Alternativ werden die für die Selektion benötigten Attribute nach Inxmail synchronisiert. Dort definierte Filter ordnen Empfänger automatisch dynamischen Listen oder Zielgruppen zu. Wiederkehrende Kampagnen lassen sich damit effizient betreiben, allerdings müssen alle relevanten Merkmale aktuell gehalten werden.

Synchronisation mit dem heureka Integration Service

Der heureka Integration Service (hIS) kann den Datenaustausch, das Reporting und die Behandlung von Konflikten übernehmen. Das Konzept ist nicht auf Inxmail beschränkt; auch andere E-Mail-Dienste wie Salesforce Marketing Cloud können angebunden werden.

Neben Stammdaten lassen sich Metadaten wie Anmeldungen, Abmeldungen, Bounces, Klicks und Öffnungen übertragen. Damit stehen die Reaktionen aus dem E-Mail-Marketing auch im CRM oder in analytischen Systemen zur Verfügung.

Double-Opt-in und Preference Center

Ein Double-Opt-in-Prozess betrifft häufig beide Systeme. Das CRM kennt den Kontakt und seinen fachlichen Kontext, während Inxmail die Bestätigungsmail und den Verteiler verwaltet. Die Integration muss den Status vollständig und nachvollziehbar zwischen beiden Seiten übertragen.

Ein angebundenes Preference Center kann zusätzliche Präferenzen aus dem CRM mit den Abonnements in Inxmail verbinden. Auch hier sollte jedes Datenfeld genau einem führenden System zugeordnet sein.

Erweitertes Reporting

Öffnungen, Klicks, Bounces und Kampagnenergebnisse gewinnen an Wert, wenn sie mit Vertriebs-, Kunden- oder Produktdaten verknüpft werden. Eine Übergabe an ein Data Warehouse ermöglicht Auswertungen über einzelne Mailings hinaus und schafft eine gemeinsame Grundlage für Marketing und Vertrieb.

Externe Automatisierung

Über die Inxmail-Schnittstellen können externe Systeme Mailings anlegen, auslösen und mit individuellen Anhängen versehen. Trigger kommen beispielsweise aus einem CRM, einem Webshop oder einem Fachverfahren. Die Versandplattform übernimmt Zustellung und Tracking, während die fachliche Logik im Quellsystem bleibt.

Fazit

Inxmail-Integrationen reichen von einem einfachen Listenimport bis zu einer bidirektionalen Echtzeitarchitektur. Eine robuste Lösung beginnt nicht mit der API, sondern mit der Datenverantwortung: Welche Informationen sind führend, welche Ereignisse müssen sofort verarbeitet werden, und welche Nachweise werden benötigt? Erst danach lässt sich das passende Integrationsmuster wählen.

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